Gemeinsam schützen wir unsere Umwelt!
Vom Müllkasperl bis zum Karl, dem Kanalarbeiter: In Wiens Kindergärten und Schulen lernen die Kinder, wie sie ganz einfach ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Denn Umweltbildung beginnt bei den Kleinsten.
Wie funktioniert unser Kanal? Karl, der Kanalarbeiter, erklärt es Wiens Volksschülerinnen und Volksschülern.
Ausgerüstet mit Helm, Stirnlampe und acht Kilo schweren Gummistiefeln: So lernen die SchülerInnen Karl, den Kanalarbeiter, kennen. Immer ein Späßchen auf den Lippen, hat Karl trotzdem eine äußerst wichtige Botschaft: „Das Klo ist kein Mistkübel!“ Leider landen jedes Jahr noch immer Tonnen an Abfall statt im Mistkübel in der Toilette. Doch Essensreste, Plastiksackerl, Wattestäbchen, Öl oder Katzenstreu gehören ausnahmslos in den Rest- oder zum Sondermüll.
Das Klo ist kein Mistkübel
Diese unsachgemäße Entsorgung belastet nicht nur die Kläranlage. Sie kann zu verstopften Rohren führen und dadurch enorme Kosten im eigenen Haushalt verursachen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollen schon die Kleinsten den richtigen Umgang mit Sanitäranlagen lernen.
Seit Anfang Oktober tourt Karl im Auftrag von Wien Kanal durch die Volksschulen und erzählt von der wichtigen und manchmal körperlich sehr schweren Arbeit eines Kanalarbeiters. Dieser sorgt täglich unter der Straßenoberfläche – und daher für die Kinder niemals sichtbar – für saubere Kanäle.
Umweltbildung für die Kleinsten
„Karl, der Kanalarbeiter“ ist ein Projekt von EULE, dem Umweltbildungsprogramm der Stadt Wien. „Was wir kennen, das schützen wir auch!“ ist das Motto. Je mehr Kinder und Jugendliche über ihren Lebensraum wissen, desto größer wird ihr Interesse und ihr Verständnis für Natur- und Umweltschutz.
„Umweltbildung ist mir ein zentrales Anliegen. Aus den Kindern und Jugendlichen von heute sollen umweltbewusste Erwachsene werden. Unser EULE-Programm soll den Kids den Umweltschutz spielerisch und mit viel Spaß näher bringen“, so Umweltstadträtin Ulli Sima, selbst Mutter zweier Kinder.
Auch Kasperl unterstützt Karl
Als lustige Handpuppe taucht Karl, der Kanalarbeiter, auch in Wiens Kindergärten auf. Zwei Puppenspielerinnen der Wiener Kinderfreunde touren durch die Bezirke und bringen seine Arbeitswelt altersgerecht näher. Gemeinsam wird gesungen, und die beliebten Charaktere Kasperl, Hexe und Zauberer sorgen für Nervenkitzel beim jungen Publikum.
Auf Bakterienschau in die Kläranlage
Für Kinder gibt es noch weitere Möglichkeiten, etwas über moderne Abwasserentsorgung in Wien zu erfahren. So veranstaltet die „ebs wien hauptkläranlage“ für Kinder von der dritten bis zur sechsten Schulstufe eigene „Tim & Trixi Tropf“-Touren.
Die Kinder lernen den Prozess der Abwasserklärung anhand eines Kläranlagenmodells auf spielerische Weise kennen. Ein altersgerechter Filmvortrag und ein Kanalquiz runden das spezielle Kinderprogramm ab. Selbst einmal in die Rolle eines Kanalarbeiters schlüpfen können Kinder am Themenstand von Wien Kanal in Minopolis – die Stadt der Kinder.