Hatschi! Kampf dem Heuschnupfen
Frühzeitige Behandlung & ein paar Vorsichtsmaßnahmen: So genießen auch allergiegeplagte Kids Spiel und Spaß im Freien.
Im Frühling sind die Pollen unterwegs.
Es ist Frühling und ihr Kind drückt ständig die Nasenspitze mit der Handfläche nach oben? Achtung: Es könnte sich um den so genannten AllergikerInnen-Gruß handeln, mit dem es versucht, den Juckreiz zu lindern. Ihr Kind leidet möglicherweise an Heuschnupfen. Etwa jedes zehnte Kind ist davon betroffen, schon bei Drei- bis Sechsjährigen kann die Allergie zum ersten Mal auftreten.
Der Feind – die Pollen
Der saisonale allergische Schnupfen ist abhängig von der Jahreszeit und wird durch Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide oder Kräutern ausgelöst. Im Frühling sind es Bäume und Sträucher, zum Beispiel Hasel, Erle und Birke. Im Frühsommer ist die Blütezeit von Gräsern und Getreide, und im Spätsommer/Herbst können Kräuter wie Beifuß AllergikerInnen zu schaffen machen.
Die Anzeichen: Triefnase & Co
Anzeichen dafür, dass ihr Kind unter Heuschnupfen leiden könnte, sind eine rinnende oder ständig verstopfte Nase, Niesreiz und eine geschwollene Nasenschleimhaut. Die Augen jucken und tränen, sie sind gerötet und der Mund kribbelt – auch das sind typische Symptome für eine Pollenallergie. Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Fieber und Gliederschmerzen können ebenso Warnzeichen sein. Unbehandelt führt Heuschnupfen in manchen Fällen sogar zu Asthma.
Ab ins Ambulatorium
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind allergisch auf Pollen reagiert, dann sollte der erste Weg zur Hausärztin bzw. zum Hausarzt führen. In einem Allergieambulatorium etwa wird nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einer Fachärztin bzw. einem Facharzt entweder ein Haut- oder ein Labortest zur genauen Abklärung durchgeführt – beide Tests sind übrigens schmerzfrei. Eine Auflistung von Allergieambulanzen in Wien finden Sie auf der Homepage des Wiener Krankenanstaltenverbunds.
Gute Therapiemöglichkeiten
Man unterscheidet zwischen der vorübergehenden Linderung der Allergiebeschwerden durch Medikamente und der Allergie-Impfung. Medikamente wirken schnell, allerdings bekämpfen sie nur die Symptome und nicht die Ursache. Bei Letzterer setzt die Allergie-Impfung an. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Allergie für immer oder zumindest für einen langen Zeitraum zu verlieren. Sie kann allerdings erst ab einem bestimmten Alter durchgeführt werden.