Österreichs Schulwege werden sicherer
Wien zählt im europäischen Vergleich zu den verkehrssichersten Metropolen. Hier gibt es im Verhältnis zur Anzahl der Kinder die wenigsten tödlichen Unfälle mit Kindern im österreichischen Straßenverkehr.
Wiens Straßen gehören zu den sichersten in Europa.
Erstens werden in Wien mehr Fahrten mit Öffis als mit dem Auto gemacht. (Die Öffis sind um ein Vielfaches verkehrssicherer als das Auto.) Zweitens sind die Geschwindigkeiten im Stadtverkehr niedriger, das senkt das tödliche Unfallrisiko.
Zahl der Unfälle geht zurück
Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt: Die Zahl der Schulwegunfälle ist von 536 im Jahr 2000 auf 378 im Vorjahr zurückgegangen. Das schwärzeste Jahr für die Schulwegsicherheit war in den vergangenen 15 Jahren das Jahr 1996: Bei 662 Schulwegunfällen wurden 699 Kinder verletzt, zwölf Kinder kamen ums Leben.
Der VCÖ weist aber darauf hin, dass nach wie vor im Schnitt jede Schulwoche elf Kinder am Schulweg bei einem Verkehrsunfall verletzt werden.
Checkliste für den sicheren Schulweg
Der VCÖ empfiehlt den Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr, den Schulweg gemeinsam mit ihrem Kind zu üben. Der VCÖ weist darauf hin, dass Kinder erst ab etwa dem 9. Lebensjahr Entfernungen richtig abschätzen können, die Abschätzung von Geschwindigkeiten ist erst danach möglich. Das Sichtfeld ist erst ab dem 12. Lebensjahr voll entwickelt, weshalb vorher das seitliche Herannahen, etwa von Autos von jüngeren Kindern nur begrenzt wahr genommen werden kann.
„Wichtig ist, den Schulweg aus der Perspektive des Kindes zu betrachten. Hindernisse oder parkende Autos, über die Erwachsene leicht hinwegblicken, können Kindern die Sicht leicht verstellen“, so VCÖ-Experte Blum. Zudem gibt es meist mehrere mögliche Schulwege. Der VCÖ hat für Eltern eine Checkliste erstellt, die hilft den sicheren Schulweg zu eruieren.