Sorgenfreier Spaß in der Sonne
Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend können schwere Folgen im Erwachsenenalter haben. Schützen Sie Ihr Kind! „Kinder & Co“ hat wertvolle Tipps.
Augen auf beim Kauf der Sonnencreme.
Die Kleinen lieben es, im Sommer im Freien zu spielen. Ihre Haut ist allerdings noch viel dünner als jene von Erwachsenen. Es sind noch nicht alle Schutzmechanismen ausgeprägt. Deshalb muss sie optimal geschützt werden. Denn die Haut merkt sich Schäden ein Leben lang.Die wichtigsten Regeln:
1. Sonnencreme: Unbedeckte Haut mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbaden mit ausreichenden Mengen Creme einschmieren. Auf das Nachcremen nicht vergessen! Achten Sie außerdem auf einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 40. Außerdem sollte eine breite Schutzwirkung gegeben sein – also sowohl UVA- als auch UVB-Schutz. Für AllergikerInnen oder Kinder mit Neurodermitis sind duftstofffreie Sonnencremen geeignet. Säuglinge sollten der Sonne gar nicht ausgesetzt werden.
2. Mittagssonne meiden: Zwischen 11 und 15 Uhr heißt es „ab in den Schatten“ – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Auch dort ist Sonnencreme wichtig. Immerhin können selbst die indirekten Strahlen Schäden anrichten.
3. Richtige Kleidung: Kopfbedeckung mit breiter Krempe und luftige, aber UV-dichte Textilien (z. B. aus Baumwolle) sind zu empfehlen.
4. Schutz für die Augen: Sonnenbrillen sehen nicht nur gut aus, sondern wehren UV-Strahlen ab. Wichtig: Die Tönung sagt nichts über den Grad des Schutzes und die Qualität aus. Auf der Innenseite des Bügels sollte das „CE-Zeichen“ zu finden sein – dieses ist eine europäische Qualitätsnorm. Für den Alltag reicht Kategorie 2, bei starkem Sonnenschein (etwa bei Urlaub am Meer oder in den Bergen) Brille mit Kategorie 3 verwenden. Die Netzhaut von Kindern ist besonders empfindlich. Deshalb auch Kindersonnenbrillen beim Optiker kaufen.
5. Hauttyp beachten: Helle Haare, rot oder blond, sowie helle Augenfarbe und Sommersprossen deuten auf Sonnenempfindlichkeit hin. Dann gilt: ab in den Schatten und Sonnenschutz mit Faktor 30 bis 50 verwenden. Sunblocker bitte erst frühestens ab dem ersten Geburtstag.
6. Vorbild sein: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Keine langen Sonnenbäder, cremen Sie sich regelmäßig ein, tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Diese Maßnahmen sollten für Ihr Kind so früh wie möglich Gewohnheit werden.
7. Erste Hilfe: Wenn man doch zu viel Sonne erwischt hat, die betroffenen Stellen mit feuchten Tüchern kühlen. Alternative: Zehn Minuten unter fließendes Leitungswasser halten. „Cool Packs“ vermeiden – sie können die Haut zu sehr schocken. Danach stark wasserhaltige Gele, Lotionen oder Schaumsprays auftragen. Sie kühlen weiter und fördern die Wundheilung. Bei starkem Sonnenbrand (dunkelrote Haut, Blasenbildung) unbedingt zum Hautarzt bzw. zur Hautärztin!