Vanilleduft auf der Babyrassel? Nein, danke!
Gut riechendes Spielzeug kann bei Kindern Allergien auslösen und den Geruchssinn beeinträchtigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher Holzspielzeug kaufen.
Duftendes Spielzeug kann bei Babys Allergien auslösen und den Geruchssinn beeinträchtigen.
Zugegeben: Zu einer Babyrassel, die nach Vanille riecht, greifen nicht nur Kleinkinder gerne: Auch viele Eltern erliegen den Verkaufstricks der Spielzeugindustrie – und kaufen das Spielzeug, ohne an die Folgen zu denken. Die sollte man allerdings nicht unterschätzen. Denn ein Übermaß an künstlichen Düften kann vor allem bei Kleinkindern zu Allergien sowie zur frühen Beeinträchtigung des Geruchssinns führen. Außerdem stecken Kinder gut riechende Dinge gerne in den Mund, was dazu führen kann, dass sie kleine Teile verschlucken.Alternative: HolzspielzeugDie optimale Alternative zu künstlich duftendem Plastikspielzeug ist das gute alte Holzspielzeug. Gründe dafür gibt es mehrere: So ist Holz zum Beispiel ein nachwachsender, langlebiger Rohstoff und greift sich außerdem gut an. Auch der Umwelt kommt Holzspielzeug zugute. Bei der Herstellung entstehen keine belastenden Schadstoffe oder Nebenprodukte und die Entsorgung ist unproblematisch. Nach Möglichkeit sollte das Holz aus heimischen Wäldern kommen. Einziger Nachteil: Qualitativ gutes Holzspielzeug ist nicht billig, aber nahezu unverwüstlich. Es kann somit über Generationen weitergegeben werden. Beim Kauf sollte man allerdings darauf achten, dass das Holz nicht unbehandelt ist. Das ist nämlich ein idealer Nährboden für Bakterien. Besser ist gewachstes Spielzeug, weil es sich auch waschen lässt. Auch sollte man Vollholzprodukte bevorzugen, weil aus dem Leim von Sperrholzprodukten giftiges Formaldehyd ausdünsten kann.Worauf Sie achten solltenGenerell sollte gutes Spielzeug robust sein, sich leicht reparieren lassen sowie vielseitig und lange einsetzbar sein. Es sollte Kindern helfen, die Umwelt zu begreifen und dennoch Spaß machen. Je einfacher daher etwas gestaltet ist, desto mehr Möglichkeiten lässt es der kindlichen Fantasie. Ebenfalls wichtig: Immer Spielzeug kaufen, das der geistigen und den körperlichen Fähigkeiten des Kindes entspricht. Für Eltern ist es nicht immer einfach, aus dem Riesenangebot das Richtige herauszufinden. Ein guter Wegweiser sind daher Kennzeichnungen (etwa „spiel gut“ für pädagogisch wertvolles Spielzeug oder das „GS-Zeichen“ für geprüfte Sicherheit).Ausborgen und tauschen Kinderspielzeug muss übrigens nicht immer neu sein: Fragen Sie doch einfach FreundInnen, Verwandte und Bekannte danach. Sie werden staunen, wie froh manche Eltern sind, wenn die Platz raubenden Kartons weniger werden. Sollte sich noch einmal Nachwuchs einstellen, können die Sachen ja auch wieder retourniert werden. Ebenfalls ein guter Tipp sind
Spielwarenbörsen, Tauschzentralen und Flohmärkte. Damit kann man Geld sparen und
Abfall vermeiden. Abschließender Tipp: Alte Spiele wie „Blinde Kuh“, „Donner-Wetter-Blitz“ oder „Alles, was Flügel hat, fliegt“ zeigen, dass man auch ohne Spielzeug Spaß haben kann.
Infos und Broschüren zu Spielen, Spielzeug und Kennzeichnungen bekommt man bei der Umweltberatung.